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Holzheizkraftwerk Sisslerfeld: Grüner Strom und Dampf aus erneuerbaren Energien für drei Industrieunternehmen und 17‘500 Haushalte

7. Juni 2017

Das Holzheizkraftwerk Sisslerfeld wird ab Ende 2018 drei Industriebetriebe mit Dampf versorgen: DSM, ein weltweit im Bereich Gesundheit, Ernährung und Werkstoffen tätiges Unternehmen, das Pharma-Unternehmen Novartis sowie das Agrochemie-Unternehmen Syngenta. ENGIE und ewz haben im Hinblick auf den Bau des Biomasse-Kraftwerks in Sisseln das Unternehmen Energiepark Sisslerfeld AG (ENGIE 60 %, ewz 40 %) gegründet. ENGIE und ewz werden das Projekt mit einem Betrag in der Höhe von CHF 60 Millionen finanzieren.

Der Bau startet im Juli 2017. Es ist vorgesehen, dass das Holzheizkraftwerk die Produktion von Wärme und Strom Ende 2018 aufnimmt. Der Dampf wird den Industrieunternehmen auf der Basis dreier separater Dampfverträge mit einer Laufzeit von je 20 Jahren verkauft. Die Elektrizität wird in das lokale Netz eingespeist. Das Kraftwerk wird rund 17‘500 Haushalte mit CO2-neutraler, grüner Elektrizität versorgen. Um die CO2-Emissionen auf ein Minimum reduzieren zu können, werden die Holzschnitzel aus den umliegenden Wäldern (innerhalb eines Radius von 80 bis 100 km) bezogen.

ENGIE wird das Werk planen, bauen und betreiben. Das Unternehmen wird zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Caliqua AG ihre gesamte Erfahrung nutzen, um aus dem Werk einen Meilenstein für ENGIE in der Schweiz zu schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie des Bundes zu leisten. Erstmals begleitet ENGIE Schweiz die Industrie beim Übergang von einem mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerk zu einem neuen, mit Holz befeuerten kombinierten Wärme- und Stromkraftwerk.

«Mit unserem hoch effizienten neuen Biomasse-Kraftwerk werden wir die CO2-Emissionen um 35‘000 Tonnen pro Jahr reduzieren», betont Wolfgang Schwarzenbacher, Verwaltungsratspräsident der Energiepark Sisslerfeld AG und CEO der ENGIE Services AG. «Wir werden damit unseren Teil zu einer ökologischeren Energiezukunft beitragen. Mit diesem mit Holz befeuerten, kombinierten Wärme- und Stromkraftwerk werden wir mit unserem Unternehmen erstmals in der Schweiz in grossem Massstab ökologischen Dampf und Strom erzeugen. Mit ewz können wir zudem auf einen starken Partner mit viel Erfahrung im Bereich erneuerbare Energien zählen», führt Schwarzenbacher weiter aus.

 

Medienkontakt bei der ENGIE Services AG
Philip Wernli, Leiter Marketing und Kommunikation: +41 79 375 21 97, philip.wernli@ch.engie.com  

ENGIE Schweiz und ewz planen Holzheizkraftwerk auf dem Gelände von DSM Nutritional Products im Sisslerfeld

ENGIE Schweiz und ewz planen zusammen mit DSM Nutritional Products im Sisslerfeld im Kanton Aargau ein Holzheizkraftwerk (HHKW). Dieses soll jährlich 221 Gigawattstunden Dampf und 48 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien (Biomasse) produzieren. Der Dampf wird in das bestehende Netz der DSM Nutritional Products eingeleitet. Der Strom, mit welchem rund 17‘500 durchschnittliche Haushalte versorgt werden können, soll in das öffentliche Netz eingespiesen werden. Das HHKW würde das heute mit Erdgas und zu einem geringen Teil auch mit Heizöl be-triebene Heizkraftwerk der DSM Nutritional Products ablösen. 

Das Projekt wurde von der Caliqua AG, einem Tochterunternehmen der ENGIE Services AG, in Zusammenarbeit mit DSM entwickelt. Für die Planung, den Bau und den Betrieb des HHKW wird eine Projektgesellschaft gegründet, an der ENGIE zu 60% und ewz zu 40% beteiligt sein werden. DSM Nutritional Products wird das Gelände des bestehenden werkseigenen Kraftwerks zur Verfügung stellen. Die für die Energieproduktion notwendige Biomasse wird in Form von Restholzschnitzeln aus einem Umkreis von 80-100 km angeliefert. 

Das neue Kraftwerk wird voraussichtlich alle Bedingungen für die Zertifizierung nach naturemade star, welche vom Verein für umweltgerechte Energie (VUE) vergeben wird, erfüllen. Der Gesamtwirkungsgrad wird 86 Prozent betragen und damit die vom VUE geforderten 60 Prozent klar übertreffen. Die Investitionen in das HHKW werden aus heutiger Sicht auf etwa 60 Mio. Franken geschätzt. Eine Versorgung der umliegenden Gemeinden mit CO2- neutraler Fernwärme ist, auch zu einem späteren Zeitpunkt, möglich. 

 

Medienkontakte
ENGIE, Philip Wernli, Telefon 044 387 85 13, philip.wernli@ch.engie.com
DSM Nutritional Products, Alex Filz, Telefon 061 815 83 67,  alexander.filz@dsm.com
ewz, Harry Graf, Telefon 058 319 49 67, harry.graf@ewz.ch