1. Wie viel graue Energie steckt in der Holzenergie?

Bei der Gewinnung, der Verarbeitung und dem Transport von Holzschnitzeln wird Energie verbraucht ("graue Energie"). Das Verhältnis der grauen Energie zur im Brennstoff enthaltenen Energie ist bei Holz rund um den Faktor 5 kleiner als bei Erdgas oder Erdöl. (Quelle: Holzenergie Schweiz, Studie Bergmaier J 1996)

2. Wie viel CO2 könnte mit einem HHKW im Sisslerfeld eingespart werden?

Durch den Ersatz von Erdgas und Öl durch Holz können pro Jahr 48'000 Tonnen CO2 eingespart werden.

3. Ist Holz CO2-neutral?

In einer langfristigen Betrachtung ist Holz CO2-neutral. Denn die Verbrennung von Holz setzt gleichviel CO2 (Kohlendioxid) frei, wie die Bäume im Verlauf ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Die gleiche Menge CO2 gelangt in die Umwelt, wenn das Holz ungenutzt im Wald verrottet. (Quelle: BAFU). Nicht berücksichtigt dabei ist die graue Energie (Transport durch LKW's etc.).

4. Ist es sinnvoll, Holz für die Verbrennung zu verwenden, sollte es nicht zuerst im Bau etc. genutzt werden?

Für die Herstellung von Energieholz werden minderwertigere, also dünnere oder beschädigte Stämme und Äste gebraucht. Auch bei der Verarbeitung von Rundholz für Balken, Bretter oder Furniere entsteht Restholz, das zu Holzschnitzeln verarbeitet werden kann.

5. Gibt es auch in Zukunft genügend Holzschnitzel aus der Region für das HHKW?

In der Schweiz sowie in Europa bzw. Schwarzwald/Elsass ist das Potenzial für Energieholz bei nachhaltiger Nutzung noch nicht ausgeschöpft.

6. Besteht die Gefahr, dass die Wälder über Gebühr ausgebeutet werden, wenn immer mehr von Öl und Gas auf Holz umgestellt wird?

Dies ist eine Frage, die heute nicht beantwortet werden kann, weil niemand sagen kann, wie sich die Nutzung fossiler Energien langfristig weiter entwickelt. Angesichts der aktuell geplanten HHKWs stellt sich die Frage sicher nicht.

7. Ist aber nicht zumindest eine aufwärts tendierende Preisentwicklung zu erwarten?

Die drei Partner in diesem Projekt haben solide Geschäftspläne erarbeitet, welche solche Faktoren vollumfänglich einkalkuliert haben.

8. Was sind Argumente für die Holzverbrennung?

  • Holzenergie ist CO2-neutral: Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt, erspart der Umwelt 600 kg CO2.
  • Holz wächst nach und ist demnach ein erneuerbarer Energieträger.
  • Der Umstieg von Öl bzw. Gas auf Holz lohnt sich wirtschaftlich: keine Abhängigkeit von Importen aus fernen Ländern, nachhaltige Holzversorgung aus der Region, Bewirtschaftung der Wälder.
  • Holzenergie schafft Wertschöpfung in der Region. (Quelle BAFU 23.12.2013)
  • In Europa (inkl. Schweiz) wird seit dem 18./19. Jahrhundert eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Es wird also immer mindestens so viel Wald aufgeforstet, wie eingeschlagen wird.

9. Wäre Holzvergasung nicht eine bessere Alternative zur Holzverbrennung?

Die Verbrennung von Holz entspricht einem weit entwickelten Stand der Technik. Die Vergasungstechnik von Holz ist im Stadium der Entwicklung, ebenso die erforderlichen peripheren Verfahrensschritte wie die Gasreinigung und die allenfalls erforderliche Kondensat-Aufbereitung. Der Einsatz einer solchen Pioniertechnologie würde für die Projektierenden ein grosses Risiko mit sich bringen.

10. Ist ein HHKW rentabler als eine mit Erdgas und Heizöl betriebene Heizkraftanlage?

Die Rentabilität wird während der Projektierung überprüft. Ein HHKW ist primär ökologischer und nun wird versucht, das Projekt auch wirtschaftlich umzusetzen.

11. Wieviel wird die Betreibergesellschaft für die Holzschnitzel bezahlen?

Dies ist derzeit in Verhandlung. Wie auch beim Erdgas gibt es jedoch öffentliche Indexpreise.

12. Ist mit einem HHKW auch im Winter die Energieversorgung zuverlässig gewährleistet?

Die Lieferung der Holzschnitzel muss vertraglich ganzjährig garantiert werden.

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